Blütedünger (Bloom)
Arten von Blütedünger
Blütedünger unterscheiden sich nach Zusammensetzung und nach dem Medium, für das sie gedacht sind: mineralisch oder organisch, für Erde, Kokos oder Hydrokultur.
| Typ | Was er liefert | Empfohlen für |
|---|---|---|
| Mineralisch | NPK mit dominantem Phosphor und Kalium, schnelle Wirkung | Wer Kontrolle und präzise Dosierung sucht |
| Organisch | Nährstoffe aus Extrakten, die das Substrat nähren | Anbau in Erde und Bio-Anbau |
| Für Kokos und Hydro | A+B-Formeln mit abgestimmtem Calcium und Magnesium | Kokos und Hydrokultur |
| Komplett (Basis + Serie) | Blüte plus Spurenelemente, abgestimmte Linie | Wer eine komplette Linie will |
Mineralischer und organischer Blütedünger
Mineralische liefern Phosphor und Kalium sofort verfügbar: Sie wirken schnell und lassen sich präzise dosieren, mit dem EC-Messgerät als Hilfe. Organische auf Basis von Extrakten, Guano oder Melasse nähren zusätzlich das Bodenleben und verzeihen die Dosis eher. Suchst du Kontrolle, greif zu mineralischen; bevorzugst du einen natürlicheren Anbau, ist die organische Linie deine Wahl. Am besten behältst du dieselbe Linie wie im Wachstum bei.
Blütedünger je nach Anbaumedium
Das Medium bestimmt die Formel. In Erde liefert das Substrat einen Teil der Ernährung, der Blütedünger ergänzt sie. In Kokos und Hydrokultur ist das Medium inert und die Pflanze hängt am Gießwasser: Hier empfiehlt sich eine spezielle Linie, meist A+B, mit abgestimmtem Calcium und Magnesium. Der zum Medium passende Dünger beugt Mängeln gerade dann vor, wenn die Pflanze am meisten Nährstoffe verlangt.
Die Rolle von Phosphor und Kalium in der Blüte
In der Blüte ändert die Pflanze ihre Prioritäten: Sie verbraucht weniger Stickstoff und deutlich mehr Phosphor und Kalium. Phosphor ist an der Bildung der Blüten und an der Energieübertragung beteiligt; Kalium an der Festigkeit der Gewebe. Deshalb enthalten Blütedünger diese beiden Nährstoffe als dominant, die zweite und dritte Zahl des NPK, mit weniger Stickstoff als Wachstumsdünger.
Dosierung während der Blüte
Der Blütedünger wird ab dem Wechsel auf 12/12 bis zu den letzten Wochen vor der Ernte gegeben und die Dosis dem Zeitpunkt angepasst: höher in der Hauptblüte, geringer zum Schluss, wenn mit reinem Wasser gespült wird, um die überschüssigen Salze auszuwaschen. Stets nach Herstellerdosis und mit gemessener EC, ohne die Ernährung auf der Zielgeraden zu übertreiben.
Blütedünger und Blütestimulatoren: Basis und Verstärkung
Sie sollten nicht verwechselt werden. Der Blütedünger ist die Basisernährung der Phase, das NPK, das die Pflanze täglich verbraucht. Die Blütestimulatoren — PK-Booster, Booster — sind eine Ergänzung, die zu bestimmten Zeitpunkten hinzukommt. Zuerst wird der Dünger gut eingestellt; der Stimulator kommt danach zur Geltung, wenn die Basis stimmt.
Was ist ein Blütedünger?
Es ist der Basisdünger der Blütephase, mit einem NPK reich an Phosphor und Kalium, damit die Pflanze Blüten bildet. Es gibt ihn mineralisch und organisch sowie in speziellen Linien für Erde, Kokos und Hydrokultur.
Wann beginnt man mit dem Blütedünger?
Mit dem Wechsel in die Blüte, meist beim Umstellen der Photoperiode auf 12/12, wobei er den Wachstumsdünger schrittweise ablöst. Er wird bis zu den letzten Wochen gegeben, wenn er reduziert und mit reinem Wasser gespült wird.
Worin unterscheidet er sich von einem Blütestimulator?
Der Dünger ist die Basisernährung (NPK), die die Pflanze täglich verbraucht. Der Stimulator ist eine gezielte Ergänzung — PK-Booster, Booster —, die zur Basis hinzukommt. Sie werden zusammen verwendet: zuerst den Dünger einstellen, dann den Stimulator.
Welchen Blütedünger wähle ich für Kokos oder Hydrokultur?
Eine spezielle Linie für inerte Medien, meist vom Typ A+B, mit bereits abgestimmtem Calcium und Magnesium. In Kokos und Hydro hängt die Pflanze am Gießwasser, daher muss die Formel für dieses Medium gemacht sein.
Muss man die Wurzeln am Ende der Blüte spülen?
Es ist eine übliche Praxis: In den letzten Wochen wird der Dünger reduziert und nur mit Wasser gegossen, um die im Substrat angesammelten Salze auszuwaschen. Das hilft, den Zyklus sauberer abzuschließen.


