Enzyme
Funktion der Enzyme im Anbau
Enzympräparate wirken in der Wurzelzone auf vier Ebenen, von der Pflege des Mediums bis zur Verfügbarkeit der Nährstoffe. Die Tabelle fasst zusammen, was jede Funktion bewirkt und wann sie im Anbau zum Einsatz kommt.
| Funktion | Was sie bewirkt | Wann |
|---|---|---|
| Abbau abgestorbener Wurzeln | Wandelt totes Wurzelmaterial in wiederverwertbare Nährstoffe um | Ganzer Zyklus, besonders bei wiederverwendetem Substrat |
| Reinigung der Wurzelzone | Verhindert Rückstände und senkt das Fäulnisrisiko | Bei jedem oder jedem zweiten Gießen |
| Bessere Aufnahme | Setzt verfügbare Mineralien frei und fördert die Düngeraufnahme | Wachstum und Blüte |
| Substrat-Wiederverwendung | Regeneriert das Medium für einen erneuten Anbau | Zwischen den Anbauzyklen und in Kokos |
Vorteile der Enzyme in der Wurzelzone
Stirbt eine Wurzel ab, zersetzt sie sich langsam und kann zum Herd für Pilze und Bakterien werden. Enzyme beschleunigen diesen Abbau und lenken ihn um: Sie wandeln das tote Material in verfügbare Mineralien um, halten das Umfeld der Wurzel sauber und senken das Fäulnisrisiko. Eine gesunde Wurzelzone nimmt Wasser und Dünger besser auf, was sich in einer stabileren Pflanze über den gesamten Zyklus zeigt.
Enzyme je nach Anbaumedium
Der Nutzen ist dort größer, wo sich mehr organisches Material ansammelt. In wiederverwendeter Erde und in Kokosfaser regenerieren Enzyme das Substrat und erlauben einen erneuten Anbau, ohne es vollständig zu erneuern. In der Hydrokultur halten sie Wurzeln und System sauber, wo sich jeder zersetzende Rückstand früher bemerkbar macht. In frischem Substrat ist ihre Rolle eher vorbeugend, doch sie unterstützen weiterhin die Düngeraufnahme.
Dosierung und Anwendung der Enzyme
Enzyme werden dem Gießwasser oder der Nährlösung zugegeben, stets nach der vom Hersteller angegebenen Dosis, da die Konzentration von Produkt zu Produkt variiert. Üblich ist die Anwendung bei jedem oder jedem zweiten Gießen, während Wachstum und Blüte. Sie sind mit den meisten Düngern verträglich, sollten aber nicht mit stark oxidierenden Mitteln im selben Kanister gemischt werden. Auch vor und nach dem Wurzelspülen sind sie eine gute Unterstützung.
Enzyme im Nährstoffplan
Enzyme ersetzen den Dünger nicht: Sie sind eine Ergänzung, die auf das Medium wirkt, nicht direkt auf die Pflanze. Sie fügen sich neben Wachstums- und Blütedünger, Wurzelstimulatoren und Substrat ein und bilden die Schicht, die das Wurzelumfeld in Form hält. Ein Nährstoffplan funktioniert, wenn mineralische Basis, Stimulatoren und Enzyme aufeinander abgestimmt sind.
Was sind Enzyme im Anbau?
Es sind Präparate, die den Abbau abgestorbener Wurzeln und organischer Rückstände im Substrat beschleunigen und sie in Mineralien umwandeln, die die Pflanze wiederverwenden kann. Sie wirken in der Wurzelzone, halten sie sauber und fördern die Düngeraufnahme.
Wofür sind Enzyme im Substrat gut?
Sie halten das Medium sauber und regeneriert. Durch den Abbau des toten Materials verhindern sie, dass es sich ansammelt und zum Fäulnisherd wird, und setzen nutzbare Nährstoffe frei. Deshalb sind sie besonders nützlich, wenn Erde wiederverwendet oder in Kokos angebaut wird.
Wann werden Enzyme angewendet?
Während Wachstum und Blüte, bei jedem oder jedem zweiten Gießen, nach der Dosis des Herstellers. Auch vor und nach dem Wurzelspülen sind sie eine gute Unterstützung, um das Substrat in besseren Zustand zu bringen.
Lassen sich Enzyme in Kokos und Hydrokultur verwenden?
Ja. In Kokos regenerieren sie die Faser und erleichtern die Wiederverwendung; in der Hydrokultur halten sie Wurzeln und System sauber. In beiden Medien ist die Wirkung deutlicher als in frischem Substrat, weil mehr organisches Material zur Verfügung steht.
Ersetzen Enzyme den Dünger?
Nein. Enzyme wirken auf das Medium und liefern nicht die mineralische Ernährung, die die Pflanze braucht. Sie sind eine Ergänzung zu Düngern und Stimulatoren, kein Ersatz.


